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Herbert Gurschner: Kolorierter Farbholzschnitt „Sommertag“

Herbert Gurschner - Biografie

1901 Innsbruck - 1975 London
Herbert Gurschners malerisches Talent machte sich früh bemerkbar und so besuchte er bereits 16-jährig die Kunstgewerbliche Fachschule in Innsbruck. Im Innsbrucker Kunstsalon Swatschek stellte er 1917 erstmals zwei Ölbilder aus. Der junge Künstler nahm an der privaten Mal- und Zeichenschule von Walter Thor Unterricht und inskribierte 1918 wie Wilhelm Nikolaus Prachensky an der Akademie der bildenden Künste in München. Um 1920 pendelte Gurschner zwischen München und Innsbruck und beschickte Ausstellungen mit seinen farbintensiven Städtebildern und Ansichten aus der näheren Umgebung Innsbrucks. In diese Zeit fiel auch die enge Freundschaft mit Ernst Nepo, Alphons Schnegg und Rudolf Lehnert, den weiteren Künstlern des „Mühlauer Kreises“. 1924 vermählte sich der schon erfolgreiche Maler mit der um einige Jahre älteren englischen Adeligen Ella Dolores Erskine, die ihm wichtige Kontakte zu englischen Künstler- und Sammlerkreisen vermittelte, wo seine Malerei begeistert aufgenommen wurde. Während dieser Jahre unternahm der junge Künstler ausgedehnte, oft monatelange Reisen nach Italien. 1928 wurde Gurschner als Gastaussteller im italienischen Pavillon zur Biennale in Venedig eingeladen. Ab 1929 stellte er in der renommierten Londoner Fine Art Society aus, was den künstlerischen Durchbruch in England bedeutete. Diese Zeit war von Gurschners regem gesellschaftlichen Leben geprägt. Als junger bereits erfolgreicher, international gewandter Künstler fand er Zugang zu Adels-, Diplomaten- und Wirtschaftskreisen, die ihm durch Porträtarbeiten zu einer unbeschwerten Existenz und zahlreichen Auslandsaufenthalten verhalfen. So unternahm er ausgedehnte Reisen nach Frankreich und Italien, reiste mit dem Zeppelin in die USA und verbrachte den Winter auf den Bermudas. In London feierte er mit Ausstellungen bei Agnew’s und in New York in den Cooling Galleries weitere Erfolge. In den Nachkriegsjahren wandte er sich verstärkt der Bühnenbildgestaltung zu und entwarf unter anderem für die Covent Garden Opera, das Globe und das Hammersmith Theater zahlreiche Szenenbilder. Seine Kontakte zu Österreich nahm Gurschner nach dem Krieg wieder auf. Er besuchte regelmäßig Innsbruck und machte von seiner Heimatstadt aus Reisen nach Italien, Deutschland und in die Schweiz. Bis zu seinem Tode blieb Herbert Gurschner seinem Heimatland Tirol, das ihm bei allen Ausstellungserfolgen in England und Amerika immer als wichtigste Inspirationsquelle seiner Malerei diente, weiter verbunden.

Preis 1300 € 23,5x18,5 cm signiert unten rechts H. Gurschner. Werksverzeichnis 68/84

Gerahmt hinter Glas  

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